
Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Semester wieder Gesprächsrunden (Selbsthilfegruppen) für Studierende von Studierenden anbieten können. Ziel ist es, sich auszutauschen und Ansprechpartner:innen zu finden, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben oder diese schon bewältigen konnten. Gerade in akuten Situationen fühlt man sich oft alleine und völlig überfordert. Wir möchten einen Raum schaffen, in dem ihr gehört werdet und den ihr mitgestalten könnt! Alle Gruppenleitungen haben Schulungen von Organisationen wie beispielsweise KISS Regensburg oder waagnis erhalten und freuen sich darauf, euch unterstützen zu können.
Es gibt kein „Ich bin aber nicht krank genug“. Jede:r kann kommen!
Ihr müsst euch nicht anmelden und könnt einfach vorbeikommen. Die Gruppen treffen sich im Untergeschoss des Studierendenhauses im Familienraum Y-102. Die aktuellen Themen und Termine findet ihr weiter unten in der Tabelle. Alle Informationen/Namen werden streng vertraulich und anonym behandelt. Unterstützung erhalten wir von unserer Hochschulleitung, KISS, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Regensburg, dem Verein Irren ist menschlich e.V., Walea, der psychologischen Beratung des Studierendenwerks, der psychosozialen Beratung der OTH Regensburg sowie waagnis, der Beratungsstelle bei Essstörungen hier in Regensburg.
Falls ihr Fragen, Anregungen oder Bedenken habt, schreibt uns jederzeit an selbsthilfegruppe@oth-regensburg.de!
ADHS / ADS
ADHS steht allgemein für die Aufmerksamkeitsdefizit- & Hyperaktivitätsstörung und ADS für eine reine Aufmerksamkeitsstörung. Beide sind aber sehr verwandt und nicht wirklich trennbar. Der Unterschied ist die nach außen getragene Hyperaktivität, einen körperlichen Bewegungsdrang zu verspüren. Bei beiden kann auch eine innere Unruhe, inneres getrieben sein, zutreffen.
Eine große Rolle spielt bei diesen beiden Störungscharakteristiken der Mangel an Botenstoffen im Gehirn. Ein Mangel an den Botenstoffen Dopamin und Noradrenalin wirkt sich in sämtliche Bereiche des Lebens aus und bringt so manche Eigenschaften mit sich. Melde dich gerne per Mail, wenn du Fragen hast: cem.graf@st.oth-regensburg.de
Mögliche Symptomatiken:
Eines gilt es vorneweg zu sagen, die Gesellschaft hat eine Norm, einen Verhaltenskodex festgelegt. Abweichungen von der Norm, in die eine oder andere Richtung, wird dann von der Gemeinschaft als gut oder schlecht bewertet. Diese Richtlinien würden funktionieren, wären wir Menschen alle gleich, gäbe es keine Individuen. Es ist aber wichtig und gut, dass es Individuen gibt und wir nicht alle gleich denken und uns gleich verhalten. Nach der gesellschaftlichen Norm fallen wir aber durchs Raster. Folgend sind ein paar der möglichen Eigenschaften von Betroffenen ohne Wertung aufgelistet.
| Die einen Eigenschaften: | Die anderen Eigenschaften: |
| – Kreativität | – Aufmerksamkeitsdefizit, Fokussierungsproblem |
| – Empathiefähigkeit | – Äußere Unruhe, innere Unruhe |
| – Hyperfokus | – Stimmungsschwankungen |
| – Rasche Auffassungsgabe | – Innerliche Zerrissenheit |
| – Anpassungsfähigkeit | – Impulsivität |
| – Selbstwertprobleme | |
| – Problemorientiertes Denken |
Viele der Eigenschaften können mit Hilfe von coping mechanisms (Bewältigungsstrategien) über eine lange Zeit gut versteckt werden, um nach der Gesellschaftsform nicht aufzufallen. Daher ist der Diagnosegrad relativ gering und die Dunkelziffer der Betroffenen schätzungsweise um einiges höher. Solltest du dich also von den oben genannten Eigenschaften betroffen fühlen, scheue dich nicht auch ohne Diagnose bei den Selbsthilfetreffen teilzunehmen.
Warum Selbsthilfe?
Der Austausch mit anderen Betroffenen stärkt und ermutigt. Es kann zur Selbstakzeptanz beitragen, denn es tut gut verstanden zu werden und zu sehen, nicht allein mit den Problemen zu sein. Darüber hinaus kann der Austausch, das Schildern der eigenen Alltagsprobleme und der Umgang mit selben eine Hilfestellung für andere Teilnehmenden sein. Weiß jemand mit einer Situation nicht umzugehen, kann diese geschildert werden und vielleicht hatte einer in der Gruppe schon einmal dieselbe Situation und kann seine Erfahrungen dazu berichten.
Abschließende Worte von einem Betroffenen:
„Kennt man seinen eigenen Feind nicht, ist es ein stetiges Kämpfen mit sich selbst. Das Gefühl einen Dämonen in sich zu tragen den man nicht versteht, macht das Leben unfassbar schwer, manchmal unerträglich. Den Dämonen zu akzeptieren, vielleicht irgendwann zu einem stillen Freund werden zu lassen, bedeutet sich schrittweise selbst zu akzeptieren und tut unwahrscheinlich gut. Die Eigenschaften werden nicht weggehen, aber ein höheres Verständnis, mehr Wissen darüber, hilft ungemein.“
Mir hat und tut der Austausch mit anderen Betroffenen unfassbar gut, deshalb möchte ich mit der Selbsthilfegruppe eine Möglichkeit schaffen, um sich ungezwungen über allerlei Thematiken austauschen zu können. Wir sitzen im gleichen Boot, lasst uns gegenseitig helfen.
Autismus-Spektrum-Störung
Die Autismus-Spektrum-Selbsthilfegruppe ist ein geschützter Raum für junge Menschen (18-35 Jahre) im Autismus-Spektrum, insbesondere für Personen in einer Lebensphase, die von Ausbildung, Studium, Berufseinstieg oder Neuorientierung geprägt ist. Hier kannst du Erfahrungen auszutauschen, Verständnis finden und dich gegenseitig im Alltag unterstützen. Eine Diagnose musst du dafür nicht unbedingt haben, auch musst du nicht studieren, um kommen zu dürfen.
Die Gruppe richtet sich ausdrücklich an volljährige junge Erwachsene und ist kein Angebot für Jugendliche.
Bei Fragen kannst du dich gerne per E-Mail melden:
autismus-spektrum.shg.rgb@spektrum-schule.de
Was ist Autismus? Autismus, fachlich als Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bezeichnet, ist eine neurologische Entwicklungsbesonderheit, eine Form der Neurodivergenz. Das bedeutet, dass das Gehirn Informationen anders verarbeitet als bei neurotypischen Menschen. Autismus ist kein „Fehler“ oder eine Krankheit im klassischen Sinne, sondern Teil der natürlichen Vielfalt menschlicher Wahrnehmung und Denkweise – das soll diese Gruppe auch verkörpern.
Menschen im Autismus-Spektrum können Unterschiede in verschiedenen Bereichen erleben, zum Beispiel:
- Soziale Interaktion und Kommunikation: Schwierigkeiten, nonverbale Signale (Mimik, Gestik) zu deuten oder Gespräche intuitiv zu führen
- Wahrnehmung: Reize wie Geräusche, Licht oder Berührungen können intensiver oder schwächer wahrgenommen werden
- Interessen und Routinen: Häufig stark ausgeprägte Interessen oder das Bedürfnis nach Struktur und Vorhersehbarkeit
- Informationsverarbeitung: Oft detailorientiertes Denken, teilweise besondere Stärken in bestimmten Fachgebieten
Das Spektrum ist sehr vielfältig – jede autistische Person ist einzigartig, mit individuellen Stärken und Herausforderungen.
Ziele der Selbsthilfegruppe Die Gruppe bietet einen Ort, an dem Verständnis und Akzeptanz im Mittelpunkt stehen. Viele Teilnehmende erleben hier zum ersten Mal, nicht erklären zu müssen, „wie sie sind“. Stattdessen entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Wie man sich gegenseitig helfen kann In der Selbsthilfegruppe unterstützen sich die Mitglieder auf unterschiedliche Weise:
- Erfahrungsaustausch: Teilen von persönlichen Erlebnissen im Alltag, Beruf oder in Beziehungen
- Praktische Tipps: Strategien im Umgang mit Stress, Reizüberflutung oder sozialen Situationen
- Emotionale Unterstützung: Zuhören, Verständnis zeigen und sich gegenseitig bestärken, Validierung des eigenen Erlebens, Hilfe beim Einordnen von Schwierigkeiten und Erfahrungen mit bspw. dem double empathy problem
- Ressourcen teilen: Hinweise auf Beratungsstellen, Therapieangebote oder hilfreiche Materialien & coping Mechanismen
- Stärken fördern: Fokus auf individuelle Fähigkeiten und positive Eigenschaften
- Vernetzung: durch das Vorhandensein vieler Gemeinsamkeiten können neue Freundschaften entstehen, in denen man sich verstandener fühlt
Jede Person entscheidet selbst, wie viel sie teilen möchte. Nach außen wird nichts getragen, das ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Chill and Skill
Selbsthilfegruppe zur Ressourcenaktivierung
Ich weiß genau, was ich jetzt will: Keine Hektik und keinen Stress! Bei uns stehen zur Ruhe kommen sowie ein lockerer Austausch auf dem Plan. Entdecke mit uns auch hilfreiche Fähigkeiten, um mit emotionalen Herausforderungen des Alltags fertig zu werden. Vieles darf sein, nichts muss!
Wer kann teilnehmen?
Unsere Gruppe ist offen für jeden (ab 18 Jahren). Egal, ob studierend, pausierend oder in Ausbildung… Bei uns bist du genau richtig, wenn du
◊ Auszeit vom Alltag suchst, aber wenig Zeit hast
◊ mit mehr Energie und Klarheit in den Tag starten möchtest
◊ Austausch und Verbundenheit mit anderen suchst
◊ unter Stress, Erschöpfung, Traumafolgen, chronischen, psychischen, psychosozialen oder anderen Problemen leidest
◊ Techniken zur Selbstregulation kennenlernen möchtest
Was erwartet dich bei uns?
Was hilft mir, den Alltag nach eigenen Möglichkeiten zu bewältigen? Wie kann ich mich in Stress- und Krisensituationen selber wieder beruhigen und mit meiner Energie gut haushalten? Welche Stärken und Fähigkeiten stecken in mir?
Nach einem besinnlichen Ankommen zu Beginn schauen wir dann behutsam und ressourcenorientiert auf bestehende Schwierigkeiten und tauschen uns über individuelle Themen, die euch begleiten / bewegen und interessieren aus.
Bei unseren Treffen wird es immer auch einen „experimentellen“ Teil geben, wo wir alltagstaugliche Techniken / Übungen ausprobieren wollen, die Selbstregulation und Entspannung fördern oder die uns aktivieren und in Bewegung bringen. Was hilft und taugt dir? – Finden wir es zusammen heraus!
Wo? Lounge-Bereich im Studierendenhaus der OTH (gegenüber vom Eingang)
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Komm einfach vorbei oder schreibe mir eine Nachricht an: karolina.kirowa@gmx.de
Ich freue mich auf euch!
Eure Karolina
PS: Unsere Gruppe kann keine Therapie ersetzen, aber eine hilfreiche Ergänzung und Begleitung sein.
Depressionen und Ängste
„Irgendwie ist alles doof“ – Gesprächsgruppe
Einsamkeit? Ängste? Niedergeschlagenheit? Stress? Heimweh? Antriebslosigkeit? Überforderung?
Komm unverbindlich zum Treffen unserer Gruppe!
Wir sind drei Studierende, die Erfahrungen mit Depressionen, Angststörungen und Psychiatrieaufenthalten haben. Wir freuen uns auf einen offenen Austausch mit euch – ganz egal, ob ihr eine Diagnose habt oder nicht.
Selbstverständlich gilt bei uns Schweigepflicht und was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.
Ziel der Treffen ist, dass wir uns im Sinne der Selbsthilfe auf Augenhöhe austauschen und uns gegenseitig helfen, die Probleme auf konstruktive und positive Weise zu bewältigen. Die Gruppe ersetzt keine professionelle therapeutische Behandlung.
Essverhalten
Lichtblick – Selbsthilfegruppe für Essstörungen
„Wo Schatten ist, muss es auch Licht geben. – Manchmal müssen wir den Blickwinkel ändern, um all das Wunderbare in und um uns herum zu erkennen.“
Was erwartet dich bei uns?
Damit du nicht mit den Schwierigkeiten der Essstörung alleine bist, treffen wir uns regelmäßig zu Gesprächsrunden in der Gruppe. In einem geschützten und sicheren Rahmen finden all deine Gedanken und Themen ihren Platz. Über deine und unsere Erfahrungen mit der Essstörung möchten wir uns in kleiner Runde ganz vertrauensvoll austauschen und uns gemeinsam auf die Suche nach Lösungen, hilfreichen Bewältigungsstrategien oder auch weiteren Unterstützungsangeboten machen. Schau vorbei, wir freuen uns auf dich! weitere Infos findest du in dem hier verlinkten PDF.
Chronische Erkrankungen (pausiert)
Happy – trotz chronischer Erkrankung
Im Alltag, zu Hause, mit Freunden, Familie aber auch im Studium und in der Arbeit: chronische Erkrankungen sind (leider) ein stetiger Begleiter.
Doch damit wollen wir dich nicht allein lassen. Schau gerne – vollkommen unverbindlich – bei einem unserer Treffen vorbei! In unseren Sitzungen teilen wir Erfahrungen und Tipps zu unseren Krankheiten, hören aber natürlich auch einfach zu oder sprechen über andere Dinge im Leben.
Jeder ist bei uns willkommen! Vollkommen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder auch Tätigkeit. PS: Wir ersetzen zwar keine echte Therapie, doch auch bei uns gilt natürlich die Schweigepflicht.
Wir freuen uns auf dich!
Offene Gruppe (pausiert)
Grundlegendes:
Die offene Gruppe ist eine themenübergreifende Gruppe und für alle da, die sich keiner der oberen Themen zuordnen möchten oder können.
Beschreibung:
“Psychische Probleme definieren nicht, wer man ist. Sie sind etwas, das man erlebt. Du gehst im Regen spazieren und fühlst den Regen, aber, wichtig ist, DU BIST NICHT DER REGEN.” Hallo ihr Lieben 🙂 wir sind drei Studierende, die selbst von diversen (psychischen) Erkrankungen betroffen sind, wie beispielsweise Depressionen, Sucht, Schwerhörigkeit, ADHS, soziale Angststörungen sowie Essensprobleme. Da man bei mentalen Problemen meist ähnliche Hürden bewältigen muss, möchte diese Gruppe einen offenen und geschützten Gesprächsraum für vielfältige Themen schaffen. Wir wollen hier unter anderem Lebenserfahrungen und Herausforderungen (im Alltag) teilen und uns gemeinsam unterstützen.
Wir freuen uns auf dich!
Termine
| Chill and Skill | Essverhalten | Autismus-Spektrum-Störung | Depression / Angststörung | ADHS/ADS |
|---|---|---|---|---|
| Mo 9–9:45 & Do 10–11 Uhr | Mo & Mi 18:30–20 Uhr | Di 18:30–20:15 Uhr | Mi 18:30–20 Uhr | Do 18:30–20:15 Uhr |
| Raum Y 006a | Raum Y-102 | Raum Y-102 | Raum Y-102 | Raum Y-102 |
| 30. April | 20. April | 31. März | 15. April | 26. März |
| 04. Mai | 06. Mai | 14. April | 29. April | 09. April |
| 11. Mai | 18. Mai | 28. April | 13. Mai | 23. April |
| 18. Mai | 01. Juni | 12. Mai | 27. Mai | 07. Mai |
| 28. Mai | 29. Juni | 26. Mai | 17. Juni | 21. Mai |
| 01. Juni | 15. Juli | 09. Juni | 24. Juni | 11. Juni |
| 08. Juni | 23. Juni | 08. Juli | 25. Juni | |
| 25. Juni | 07. Juli | 22. Juli | ||
| 29. Juni | 21. Juli | |||
| 09. Juli | ||||
| 13. Juli | ||||
Nighline Regensburg – Zuhörtelefon und -chat
Du fühlst dich bedrückt oder einsam? Du hast Prüfungsangst oder (studiumsbedingte) Probleme? Du hast Liebeskummer oder Stress in der WG oder brauchst einfach jemanden zum Reden und Zuhören? Wir vom studentischen Verein Nightline Regensburg e.V. sind für dich da – egal was ist.
Du kannst mit uns telefonisch +49 941 943 9270 oder über einen Chat https://chat.nightlines.eu/regensburg/ kommunizieren – falls du nicht so gerne telefonierst.
Die beiden Angebote finden jeden Montag bis Donnerstag von 21 bis 0 Uhr statt. Unsere Arbeit ist absolut anonym, auf Augenhöhe von Studis für Studis – daher auch nicht beratend, unabhängig und werturteilsfrei.
Auf unserer Webseite regensburg.nightlines.eu und auf unserem Instagram-Kanal @nightline.regensburg kannst du dich noch im Detail über uns informieren.
Vergiss nicht: Du bist nicht allein – wir schenken dir ein offenes Ohr, wenn du es brauchst!
